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Raumfahrt: NASA steigt aus Marsmissionen mit ESA aus

13.02.2012 | 21:51 |   (DiePresse.com)

Die US-Weltraumbehörde muss sparen. Das Projekt "ExoMars" unter Federführung der Europäischen Raumfahrtbehörde wird gestrichen.

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Die US-Weltraumbehörde NASA steigt aus Spargründen aus zwei geplanten gemeinsamen Marsmissionen mit der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA aus. Das gab NASA-Chef Charles Bolden am Montag bekannt. Grund für den Schritt sind demnach tiefe Einschnitte im Etatplan 2013 der US-Behörde im Bereich der Planeten-Erforschung.

Das zweistufige Marsprojekt "ExoMars" unter Federführung der ESA sieht die Entsendung eines Orbiters 2016 vor, der in der Marsatmosphäre nach Methan suchen soll - dieses Gas könnte auf die Existenz von Mikroben auf der Oberfläche hindeuten. Die zweite Mission 2018 zielt auf die Landung eines Rovers auf dem Planeten ab: Er soll Gesteine und Boden zur späteren Beförderung auf die Erde sammeln.

NASA sollte Raketen zur Verfügung stellen

Dem Internetportal Space.com zufolge war vereinbart, dass die NASA die Raketen sowie eine Reihe von Instrumenten für beide Missionen zur Verfügung stellt, außerdem das Landesystem für den Rover. Der Beitrag der NASA sollte sich demnach auf 1,4 Milliarden Dollar (knapp 1,1 Milliarden Euro) belaufen, die ESA 1,2 Milliarden hinblättern.

Insgesamt sieht der von US-Präsident Barack Obama vorgelegte Haushaltsentwurf für das am 1. Oktober beginnende Fiskaljahr 2013 17,7 Milliarden Dollar für die NASA vor. Damit liegt der Plan zwar nur um 59 Millionen Dollar unter dem laufenden Etat 2012, aber die Gewichtung der Ausgaben verschiebt sich in Richtung Raumfahrttechnologien und bemannter Missionen. So sieht der Obama-Entwurf, der noch vom Kongress gebilligt werden muss, Kürzungen bei der Planeten-Erforschung um gut 20 Prozent vor, während etwa 22 Prozent mehr für Technologien ausgegeben werden soll, wie etwa Space.com erläuterte.

Bolden selbst sagte: "Es gibt keinen Zweifel daran, dass harte Entscheidungen gefällt werden mussten." Aber er sprach insgesamt von einem "stabilen Budget, dass es uns erlaubt, eine Reihe verschiedener Dinge zu verfolgen"

(Ag.)

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8 Kommentare
Gast: Free
15.02.2012 16:07
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Wenn Obama weg ist gibts wieder Gelder für die NASA.

Also noch ein wenig Geduld.

Saskatoon
15.02.2012 08:32
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elegante lösung

meiner meinung nach, die eleganteste lösung eine sackgasse zu beenden...

gpollerus
15.02.2012 07:53
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Alte Leier ...

Um Kriege zu führen ist immer massig Geld vorhanden, für Forschung und Wissenschaft nicht - ausser sie dient dazu modernere Waffen zu entwickeln damit sich die Menschen gegenseitig "den Schädel einschlagen" können.

Ich finde es schade, dass viele nur an den eigenen Profit denken, anstatt ein nachhaltiges Vermächtnis für spätere Generationen zu hinterlassen.

Antworten Zeitgeist1
16.02.2012 12:09
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Re: Alte Leier ...

Die Zeiten einer Aufbruchstimmung wie in den 60er Jahren sind leider lange unwiederbringlich vorbei. Heutzutage ist nur mehr kontrollieren, und sparen in.

Gast: Befürworter xy
14.02.2012 14:17
1 0

Roboter waren der Anfang vom Ende der bemannten Raumfahrt

Denn Menschen dazu zu bringen, Forschung finanzieren zu lassen bzw. sie gutzuheißen benötigt einen emotionalen Aspekt. Ohne den Emotionalen Wettbewerb mit den Sowjets wäre das Raumfahrtprogramm nie so schnell in die Gänge gekommen. Roboter vermitteln leider für einen der Materie fremden nicht genug Anreiz es gut zu heißen. Daher empfinde ich Obamas Schritt für richtig.

Zeitgeist1
14.02.2012 07:37
0 0

Schade

Da ist jahrelang die Rede von geplanten interessanten Missionen, die dann wieder verworfen werden. Ist ja nicht das erste Mal passiert. Ich bezweifle ob die Prioritäten hier richtig gesetzt sind.

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Re: Schade

find ich nicht schade - ist geldverschwendung

es gibt genug probleme hier auf der erde, die zu bewaeltigen waeren

Antworten Luzius
14.02.2012 17:01
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Re: Schade

Kriege im Osten sind eben wirtschaftlich lukrativer und haben zudem eine bessere Lobby.