Bekanntlich sind Prognosen schwierig – besonders, wenn sie die Zukunft betreffen, wie John Maynard Keynes einmal treffend bemerkt hat. Unbestritten ist hingegen, dass Wissenschaft und Technologie zu den wichtigsten Treibern gehören und damit eine Schlüsselrolle für die Gestaltung einer globalen Zukunft spielen. Dieser Gedanke steht im Zentrum der heurigen „Alpbacher Technologiegespräche“, die vom 23. bis 25. August stattfinden – als Kernstück des „Forum Alpbach“, das traditionell in den letzten beiden Augustwochen in dem Tiroler Bergdorf über die Bühne geht. Heuer unter neuer Leitung: Ex-EU-Kommissar Franz Fischler hat nach zwölf Jahren Erhard Busek als Präsident abgelöst.
Fischler betonte im Gespräch mit der „Presse“, dass entsprechend zum Generalthema „Erwartungen – Die Zukunft der Jugend“ jüngeren Teilnehmern größere Entfaltungsmöglichkeiten geboten werden sollen. Das äußert sich etwa in Workshops, die sich neben klassischen Technologiefragen (Smart City oder Cyber-Sicherheit) auch mit Themen wie „Klettersteig in die wissenschaftliche Karriere“, „Gesucht: jung, technisch begabt, wissbegierig“ oder „Lernen durch innovative Bildungsnetzwerke“ beschäftigen.
Stargäste bei den Plenarveranstaltungen sind in diesem Jahr die Nobelpreisträger Robert B. Laughlin (Physik, 1998), Harald zur Hausen (Medizin, 2008), J. Michael Bishop (Medizin, 1989) und Elisabeth H. Blackburn (Medizin, 2009). Ein besonderes Highlight verspricht die Session „Forschung für die Zukunft der Erde“ in Kooperation mit der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren zu werden.
Die Technologiegespräche werden von ORF-Ö1 und dem Austrian Institute of Technology (AIT) in Kooperation mit den Ministerien für Infrastruktur, Wissenschaft und Wirtschaft organisiert. „Die Presse“ ist Medienpartner.
("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.06.2012)
