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Maus spuckt böse Samen aus

14.06.2012 | 16:52 |   (Die Presse)

Eine Pflanze lässt sich mit Chemie-Raffinesse verbreiten.

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In Israels Negevwüste lebt eine Maus, die sich von Früchten der Pflanze Ochradenus baccatus ernährt. Die haben um die Kerne herum Fruchtfleisch, und solange die Maus nur davon mampft, mundet es. Wenn sie aber an die Kerne geht, setzen die ein Enzym frei, Myrosinase,  das geschmacksneutrale Senfölglykoside im Fruchtfleisch in Fructose und Isothiocyanate spaltet. Diese geben Senf den scharfen Geschmack, es verdirbt den Mäusen den Appetit. Aber sie lernen rasch, spucken die Samen aus und verbreiten sie so (Current Biology, 14. 6.). Eine ähnliche Strategie kennt man von Chili, das mit seiner Hitze Säugetiere vergrämt. Vögel sind unempfindlich dagegen, weil sie die Kerne nicht zerbeißen, sie verbreiten sie. Allerdings ist bei den Mäusen und den Senfölbomben noch nicht geklärt, ob die Mäuse nicht später zurückkehren und dann auch die Kerne fressen – die haben ja kein Fruchtfleisch mehr um sich, das sie übel würzen könnten.      jl

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2 Kommentare
Gast: Alter Hut
19.06.2012 09:17
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Bitte besser recherchieren

Die Funktionsweisen der Senfölglycoside sind seit 50 Jahren bekannt. Das Vögel auf die Scharfstoffe des Chillis unempfindlich sind hat damit zu tun das Ihnen der Rezeptor dafür fehlt, und nicht mit dem Zerbeissen.

Gast: django
14.06.2012 19:41
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Na klärts des rasch, bitte.