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Ungarn: Protest nach "Gen-Ariernachweis"

24.06.2012 | 11:06 |   (DiePresse.com)

Ein Parlamentarier der rechtsradikalen "Jobbik"-Partei ließ sein Genom sequenzieren. Die Gesellschaft für Humangenetik bezeichnet die Praktik "dumm und unethisch".

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Wenn Wissenschaft und Medizin für politische Zwecke missbraucht werden: Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass ein ungarisches Parlamentsmitglied aus den Reihen der rechtsradikalen "Jobbik"-Partei von einem Labor in Budapest sein Genom (18 verschiedene Genabschnitte) sequenzieren ließ. Dann ließ es sich mit dem Testergebnis als frei von jüdischen bzw. Roma-Vorfahren bezeichnen. Das führte jetzt zu einem harschen Protest der Europäischen Gesellschaft für Humangenetik (EHSG): Solche Praktiken seien wissenschaftliche dumm, unethisch und verurteilenswürdig, hieß es in einer Aussendung. Der Name des Politikers wurde nicht veröffentlicht.
"Die Verwendung von genetischen Tests zu ethnischer Abstammung für politische Aktionen ist nicht nur wissenschaftlich dumm, sondern auch unethisch und sollte verurteilt werden. (...) die Verwendung (eines solchen Tests, Anm.) durch einen Angehörigen des Parlaments der weit rechts stehenden Jobbik-Partei, um zu versuchen, seine 'ethnische Reinheit' zu beweisen, ist ethisch inakzeptabel", hieß es in der Erklärung der Gesellschaft

Jörg Schmidtke, Präsident der EHSG: "Das ist ein grober Missbrauch des Wertes von genetischen Tests, die für die Diagnose von Krankheiten gedacht sind, viel weniger für Reklamierung von 'rassischer Reinheit'. Es kommt noch hinzu, dass der Test nichts beweist. Es ist unmöglich, die Herkunft eines Menschen aus der Analyse derart weniger Genabschnitte zu bestimmen."

Bela Melegh, Präsident der Ungarischen Gesellschaft für Humangenetik: "Wir waren schockiert, als wir hörten, dass ein autorisiertes Labor für genetische Analysen zu diagnostischen Zwecken eine solche Untersuchung durchgeführt hat. Das diente nicht nur nicht einem diagnostischen Zweck, sondern wurde benutzt, um Spannungen zwischen Menschen verschiedener ethnischer Herkunft zu erzeugen. Wir verlangen von der ungarischen Regierung, diese Angelegenheit zu verfolgen (...). Dazu bestünden die entsprechenden Gesetze seit dem Jahr 2008.

(APA)

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33 Kommentare
 
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Gast: Novaris
24.06.2012 11:33
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Sicherlich sinnvoll

Die Tests können antrophologisch schon sinnvoll sein, um möglicherweise auf verschwunden geglaubte microevolutive Seitenlinien des Homo-Sapiens zu stoßen.
Vielleicht handelt es sich bei dem Herrn um eine Nebenlinie des Neandertalers, deren Entdeckung wirklich eine Sensation wäre.

Re: Sicherlich sinnvoll

Als ECHTER Ungar

hat er aber sicher hpts. nichtarische turkmenische Gene

aus Zentral-Asien

oder er ist kein echter Ungar !?

Gibts ein Foto von diesem Herrn?

Antworten Antworten Gast: uninteressant
25.06.2012 08:38
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Re: Re: Sicherlich sinnvoll

..und wen interessiert's?

Re: Re: Sicherlich sinnvoll

Ihr Rassismus ist ekelerregend.

Re: Re: Re: Sicherlich sinnvoll

Wieso Rassismus?

Dieser ungarische Herr hat seinen Gentest öffentlich gemacht und deshalb sollte auch darüber diskutiert werden können oder doch?

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Seien Sie locker

Herr Jörg Schmidtke. Gerade Sie müssten wissen, daß es gscheitere und dummere Menschen gibt. Schreiben Sie den etwas dummeren Menschen nicht vor, was sie tun sollen. Erstens nutzt es nichts und zweitens geht Sie es eigentlich nichzts an.

Antworten Gast: 002
24.06.2012 12:53
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Re: Seien Sie locker

das volk geht es aber was an, wenn dieser mensch im parlament sitzt und gesetze macht

Antworten Antworten Gast: nullkommafuenf
24.06.2012 21:30
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Re: Re: Seien Sie locker

Sie sind aber auch nicht 'das Volk'

 
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