FORSCHUNGSFRAGE

Ist Gähnen tatsächlich ansteckend?

Schon die Vorstellung einer Handlung reicht aus, um sie einzuleiten. Das nutzen Spitzensportler für ihr Training.

Ulrich Ansorge, Psychologe.
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Ulrich Ansorge, Psychologe.
Ulrich Ansorge, Psychologe. – (c) Marion Wittfeld

Das Gegenüber reißt den Mund auf, kneift die Augen zu und streckt sich. Ein mitunter drolliger Anblick, und doch ist man geneigt, ebenfalls gleich herzhaft zu gähnen. Ist es also ansteckend, wenn jemand in unserer Umgebung gähnt? „Vieles spricht dafür, dass es tatsächlich so ist“, sagt Ulrich Ansorge von der Fakultät für Psychologie der Uni Wien. Denn es sei für den Menschen einfach, Handlungen auszulösen, die er sich einfach nur vorstellt. Das bedeutet, dass es ausreicht, eine Handlung zu beobachten, daran zu denken, davon zu hören – oder auch darüber zu lesen, um sie einzuleiten.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.09.2017)

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