Die Nobelpreis-Woche begann am Montag mit der Auszeichnung in Medizin bzw. Physiologie - die prestigeträchtige Auszeichnung wurde durch das Karolinska-Institut in Stockholm an den Briten John B. Gurdon und den Japaner Shinya Yamanaka vergeben. Am Dienstag folgt die Bekanntgabe des oder der Preisträger für Physik, am Mittwoch für Chemie. Die Auszeichnungen sind in diesem Jahr mit je acht Millionen schwedischen Kronen (940.000 Euro) dotiert. Das bedeutet eine vom Nobel-Stiftungskomitee gegenüber der Vergangenheit um 20 Prozent herabgesetzte Preissumme.
Der Nobelpreis 2011 für Physiologie und Medizin ging an die Immunologen Ralph M. Steinman (geboren in Kanada), Jules A. Hoffmann (geboren in Luxemburg) und Bruce A. Beutler (USA). Sie hatten wichtige Mechanismen der Aktivierung des körpereigenen Abwehrsystems entdeckt. Steinman war allerdings wenige Tage vor der Zuerkennung in New York gestorben. Die Juroren hatten zum Zeitpunkt der Bekanntgabe ihrer Entscheidung davon nicht gewusst. Der Preis wurde posthum vergeben.
Spannung vor Friedensnobelpreis
Mit besonders viel Spannung wird wieder der Friedensnobelpreis erwartet, der am Freitag vergeben wird. Die begehrte Auszeichnung könnte diesmal an russische Regierungskritiker gehen, so die Spekulationen. Unter den Favoriten sind außerdem wie bereits im Vorjahr der frühere US-Präsident Bill Clinton, der deutsche Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl und die EU. Nominiert - wenn auch wohl mit weniger Chancen auf Erfolg - sind Medienberichten zufolge auch die inhaftierte frühere ukrainische Regierungschefin Julia Timoschenko sowie Bradley Manning, der US-Soldat, der von Washington für die Weitergabe Hunderttausender Botschaftsdepeschen an die Enthüllungsplattform Wikileaks verantwortlich gemacht wird.
Insgesamt gibt es 231 Nominierungen für den Friedensnobelpreis, 43 davon sind Organisationen. Das ist auch schon alles, was das Nobelkomitee in Oslo an Informationen preis gibt. Der Rest sind Spekulationen.
(APA)
Apollo 11Die erste bemannte Mondlandung
Biologie extremDie Top 10 der neuen Arten
Tödliche ExperimenteFür die Wissenschaft in den Tod