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Wolf D. Prix verlässt die Angewandte

02.07.2012 | 17:04 |  Barbara Petsch (DiePresse.com)

Der Architekt von Coop Himmelblau kritisierte beim Abschied das Ministerium. Er fürchtet einen Verlust der Vielfalt der Architektur-Ausbildungen.

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"Ich verlasse die Universität für angewandte Kunst mit dem heutigen Tag. Es ist mir nicht mehr möglich, die Entscheidungen des Rektorats, die mehr den Entscheidungen eines beamteten Ministeriums entsprechen als denen einer Kunstuniversität, mitzutragen und loyal zu unterstützen." Mit diesen Worten verabschiedete sich Wolf D. Prix von Coop Himmelblau am Montag von der Wiener Angewandten. Er fürchtet einen Verlust der Vielfalt der Architektur-Ausbildungen in Wien aus Spargründen, so Prix.

„Mir Neid zu unterstellen, wenn ich sage, das Projekt von Wolfgang Tschapeller für den Zubau der Universität für Angewandte Kunst Wien ist funktional und ästhethisch ein schlechtes Projekt, wäre frivol“ erläutert Prix auf Anfrage der „Presse“ seinen Abgang näher: „Ich hätte das Projekt gerne gebaut, halte es aber nicht für notwendig.
Es geht um Entscheidungen, die ich nicht mehr mittragen will und kann. Ich kann nicht vertreten, dass eine Kunstuniversität, die sich als Speerspitze für Ästhetik versteht, in das hässlichste Gebäude von Wien verbannt werden soll. Wäre ich ein bösartiger Wiener würde ich in der Absicht die Architekturfakultäten der Akademie und der Angewandten zu vereinen, einen Anschlag auf das eigenständige Profil dieser Universitäten und daher auf die Vielfalt sehen. Es geht den Beamten und dem Ministerium nicht um inhaltliche Überlegungen, sondern rein um das Sparen. Wien kann und muss sich locker drei Architektur-Schulen leisten können. Denn nur die Vielfalt kann das neue Rollenbild der Architekten neu definieren. Architekten dürfen nicht nur Aushilfsgehilfen von schwachen, ökonomischen und funktionalen und politischen Ideen sein. Aber für eine solche Neuordnung braucht man Geld und das steht der Angewandten scheinbar nicht zur Verfügung. Da ich meine Zeit nicht verschwenden will, gehe ich“, schloß Prix.

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4 Kommentare
Gast: Archodertur
28.07.2012 18:59
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Pest

Gehülfen oder Kreative, fehlt es am Verständnis zur Bau-Kunst.

Pest oder Cholera - das ist hier die frage.

die heutige Architektur ist eine Eintagsfliege. schon unsere Enkelkinder werden nichts mehr von dem Mist mehr sehen, der heute unsere Stadtbilder verschandelt - erfreulich.

man kann nur hoffen, dass die Eintagsfliege Bauhaus endlich wieder durch eine aestethische architektursprache abgeloest wird.

leider: Prix war nix.

Antworten Gast: arch
04.07.2012 10:11
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Re: Pest oder Cholera - das ist hier die frage.

ihr kommentar entlarvt sie als einfältig und dumm... mehr kann man nicht sagen

Gast: intheknow
03.07.2012 06:45
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good riddance!

domenig gab seine professur lange vor emeritierung auf. prix schaffte die bachelor ausbildung für architekten ans der angewandten ab und produzierte schon zuvor nur eine horde selbstverliebter, unkritischer schülerInnen.

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