Wer hat Angst vor der Kunst?

Interventionen gegen die visuelle Verschmutzung der Stadt: Unter der Erde präsentiert sich Wiens öffentlicher Raum urbaner als darüber. Eine Reise durch den Untergrund.

Blumentöpfe von rustikal bisgrellpink, Leuchtplakate, Schanigartenumrandungen, die Hüttendörfer der Saison und dieEventkultur besetzen die Zwischenräume der Stadt längst in einem Ausmaß, das körperlichen Schmerz bereitet. Sie behindern den fußläufigen Verkehrsfluss und machen aus Flaneuren Hindernisläufer. Die visuelle Verschmutzung macht selbst vor den schönsten Ecken der Stadt nicht halt und verschluckt sie wie eine Riesenkrake, die alles frisst, wovon sie nicht gefressen wird.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2013)

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