Kein Glamour am Berg

Das Panhans, das Kurhaus und das Südbahnhotel am Semmering: drei Beispiele für die Melancholie des Leerstandes und des freudlosen Dahinexistierens. Der ehemals mondäne Höhenluftkurort im architektonischen Dornröschenschlaf.

Am Ende nützten auch die Badezimmer-Fliesen mit den vierblättrigen Kleeblättern nichts mehr. 1976 schloss das Südbahnhotel am Semmering seine Pforten. Es folgten Leerstand, Verkauf, temporäre Nutzung durch die Festspiele Reichenau und weiterer Leerstand – mit derzeit nicht absehbarem Ende. Sein seinerzeit großer Konkurrent, das Panhans, existiert seit einer brachialen Achtzigerjahre-Sanierung nach mehreren Verkäufen so irgendwie vor sich hin, während das dritte der großen Semmering-Hotels, das Palace-Hotel Deisinger, später Sanatorium Dr. Hecht, später Artis-Hotel, heute Panhans Sport Hotel, bis zur Unkenntlichkeit totsaniert wurde und heute wie ein Gewerkschaftsheim der Siebzigerjahre wirkt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.09.2014)

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