Eine Audienz oder auch keine

Paris, 24. Mai 1867. Weltausstellung, Marsfeld, Park und Palast, Besuch fremder Souveräne, Zufluß von Fremden aus allen Ecken und Enden der Welt – das sind Themata, welche sich mit zwingender Kraft dem Geiste des Chronisten aufdrängen, wenn dieser die gegenwärtige Physiognomie der Hauptstadt Frankreichs schildern will.

Zwar setzt das große Triebrad des Pariser Lebens, unbehindert von allem dem, seine Schwingungen ruhig fort; zwar verschwinden die zwei- oder dreimalhunderttausend Fremdlinge, welche dermalen die Hotels von Paris füllen, fast gänzlich in dem gewaltigen Strome von zwei Millionen Menschen, der zu allen Zeiten hier auf- und niederwogt, aber die indirecten Rückwirkungen des großen Ereignisses muß dochjeder Einzelne mitfühlen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.05.2017)

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