Die Hunde von Ladispoli

Roms russisch-jüdisches Zuwan-dererghetto als kleines Welttheater. David Bezmozgis beschreibt in seinem Romandebüt, „Die freie Welt“, hintergründig und mit trockenem Humor die Tücken der Emigration.

Der Schriftsteller David Bezmozgis, 1973 als Sohn jüdischer Eltern in Riga geboren, kam im Alter von acht Jahren als Immigrant nach Kanada. Für seinen Erzählband „Natascha“ erhielt der heute in Boston lebende Autor mehrere Literaturpreise. Bezmozgis gilt zu Recht als einer der besten jüngeren englischsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Prosa ist hintergründig, poetisch, gut lesbar. Dies gilt im besonderen Maß für „Die freie Welt“ – seinen ersten Roman. Darin beschreibt der Autor das Schicksal einer jüdischen Großfamilie, die 1978 aus der damals sowjetischen Stadt Riga auswandert und in Rom – in jenen Jahren Drehscheibe der russisch-jüdischen Emigration für alle, die nicht nach Israel wollten – auf die Weiterreise nach Kanada wartet. Die Familie Krasnansky besteht aus drei Generationen, dem Großvater Samuel und seiner Frau Emma, deren beiden Söhnen Karl und Alec, ihren Ehefrauen Rosaund Polina sowie Rosa und Karls Söhnen, die noch im Kindesalter sind.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2012)