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Was ich lese: Elisabeth-Joe Harriet

27.07.2012 | 18:23 |  Elisabeth-Joe Harriet, Intendantin des Sommertraum-Festivals am Semmering (Die Presse)

Bücher sind seit meiner frühen Kindheit Seelennahrung und Geistesbeflügelung. An meinen beiden Domizilen Klosterneuburg und Semmering liegen derzeit mehrere Titel.

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Bücher sind seit meiner frühen Kindheit Seelennahrung und Geistesbeflügelung. An meinen beiden Domizilen Klosterneuburg und Semmering liegen derzeit mehrere Titel. In Zeiten der Überzivilisierung greife ich abends gerne zu dem Band Mit der Sonne steh ich auf(Landwirtschaftsverlag), dem Lebensbericht der siebenbürgischen Bäuerin Sara Dootz.Das bringt mich wieder auf den Boden der Realität und nährt mein Bedürfnis nach naturnahem Leben.

Ähnliches, samt umwerfender Sprachgewalt und zeitgeschichtlicher Aufklärung, bewirkt der Engel des Vergessens(Wallstein) von Bachmann-Preisträgerin Maja Haderlap. Die falschen Verherrlichungen und Vorstellungen vom Schauspielerberuf macht Michael Dangl in Rampenflucht (Braumüller) wortschöpfend, doch nicht desillusionierend zunichte. Letztlich eine ergreifende Ode ans Theater.

Ein besonderer Leckerbissen jüdischen Humors, mich an mein eigenesGroßwerden erinnernd, ist Die Frau von Pollack(Ibera)von Miguel Herz-Kestranek. Meine Liebe zu Bosnien-Herzegowina ließ mich Mesa Selimović und seinen im 18.Jahrhundert spielenden epischen Roman Der Derwisch und der Tod(Otto Müller) entdecken, der zugleich ein Traktat über die Fragen von Macht und Auflehnung ist.

Auch die Persönlichkeit will geschult und entwickelt sein. Hier lese ich immer wieder in den mir zum Brevier gewordenen Anregungen für Manager Sich selbst führen. Und dann die anderen (Edition Bambus) von Friedhelm Boschert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.07.2012)

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