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Was ich lese

17.08.2012 | 18:26 |  Haide Tenner (Die Presse)

Haide Tenner: Langjährige Musik-Ressortchefin im ORF, heute Kulturmanagerin und Publizistin.

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Langjährige Musik-Ressortchefin im ORF, heute Kulturmanagerin und Publizistin
[Foto: Pichlkostner/ORF]

Nach Beendigung eines eigenen Buches, für das ich viel Fachliteratur gelesen habe,war nun wieder Zeit, mich in die fantastische Welt des Japaners Haruki Murakami zu begeben. Eine Welt, die vielschichtig und surreal ist, in der die Zeit und die Realität eine neue Dimension bekommen.

Seit ich lesen kann, gehört es zu meinen größten Vergnügen, in eine Geschichte einzutauchen, die Atmosphäre einer Erzählung wie eine Parallelwelt zu erleben. Und das ist es auch, was die Figuren in Murakamis drittem Teil des Romans 1Q84 (alle drei erschienen im DuMont Literaturverlag, Köln) erleben – sie fühlen sich in eine andere Realität versetzt, denn individuelle Wahrnehmung schafft verschiedene Welten.

Die spannende Geschichte ist imGrunde einfach: Zwei Zehnjährige haben sich 1964 verliebt, sich aus den Augen verloren und suchen einander nun. Aus dem Mädchen Iomame wurde inzwischen eine Auftragskillerin und Sportlehrerin, aus dem Knaben Tengo ein unsicherer Schriftsteller.

Und dann gibt es noch eine geheime Bruderschaft, eine Welt mit zwei Monden, eine Puppe aus Luft, eine Stadt der Katzen und eine alternative Gegenwart, aus der unsere beiden Verliebten gemeinsam herausfinden müssen.

Das alles beschreibt Haruki Murakami in der ihm eigenen kühlen Sprache (gerne würde ich das alles in der Originalsprache lesen können) mit genauen, sensiblen Personenbeschreibungen und konstruiert wie eine Komposition von Bach. ■

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2012)

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1 Kommentare

Nötig?

Super... wozu soll diese Beitragskategorie eigentlich gut sein? Leute, die keiner kennt, bzw. die keinen interessieren, empfehlen Bücher, die vor kurzem noch auf Bestsellerlisten standen...

Das ist so ein Zwischending von Aktualität und Irrelevanz... So wie die Zeitung von voriger Woche...

Wenn es wenigstens ein Geheimtip gewesen wäre... aber nein, Haruki Murakami... der liegt sogar bei Libro in Stapeln herum....

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