Durchs Leben schlagen

„Des Menschen Herz“: Egon Christian Leitner verhandelt in seinem „Sozialstaatsroman“ existenzielle Themen wie Selbstmorde in seinem Umfeld und die eigene Gefährdung. Ein Roman von großer sprachlicher Intensität, in der Tradition eines Franz Innerhofer oder Werner Schwab.

Der französische Soziologe Pierre Bourdieu (1930–2002) hat mit einem Forschungsteam im Jahre 1993 die Studie „Le Misére du Monde“ (1997 in deutscher Übersetzung mit dem Titel „Das Elend der Welt“ im Universitätsverlag Konstanz erschienen) veröffentlicht. Auf der Basis von über 40 ausführlichen Interviews und Gesprächen mit Menschen, die sich auf den Schattenseiten der französischen Gesellschaft befinden, wird ein Zusammenhang hergestellt zwischen der Gewalttätigkeit, die die Individuen im Alltag erleben und erleiden müssen, und dem gesamtgesellschaftlichen Kontext, in dem durch die Durchsetzung des Neoliberalismus und die politische Ohnmacht der Linken eine „Verdrittweltlichung“ der Gesellschaft eintritt und die Grundlagen von Sozialstaat und Demokratie ausgehöhlt und zerstört werden.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.09.2012)

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