Was ich lese: Kathrin Stainer-Hämmerle

Derzeit liegt unter meinem KopfkissenPuschnig von Walter Fanta (Wieser Verlag), eine Kärnten-Satire zur Bewältigung der jüngsten Vergangenheit, in der die Grenze zwischen Fiktion und Wahrheit ständig verschwimmt (vielleicht auch wegen der Tränen des Zorns und des Lachens).

Derzeit liegt unter meinem KopfkissenPuschnig von Walter Fanta (Wieser Verlag), eine Kärnten-Satire zur Bewältigung der jüngsten Vergangenheit, in der die Grenze zwischen Fiktion und Wahrheit ständig verschwimmt (vielleicht auch wegen der Tränen des Zorns und des Lachens).

Generell lese ich gerne Zeitgenössisches aus der Region, da so die (historische) Annäherung an eine Gesellschaft und ihre Besonderheiten nachhaltiger wirkt. Etwa mit Maja Haderlap oder Sabine Gruber, einst Stadtschreiberin in Klagenfurt. Oder Peter Wawerzinek und Karsten Krampitz, die in CrashkursKlagenfurt (Edition Meerauge) eine entlarvende Außensicht auf die Stadt bieten.

Überhaupt interessieren mich als Politikwissenschaftlerin Gesellschaften und deren Organisationsformen, reale wie erfundene, daher auch meine Leidenschaft für Science-Fiction und Absurdes, von Stanislaw Lem bis zu IQ84 von Haruki Murakami (DuMont Verlag).

Die heurige Herbstreise in die Türkei begann ich mit den Vierzig Tagen des Musa Dagh von Franz Werfel (Fischer Taschenbuch Verlag). Das Ende des Buches habe ich noch nicht erreicht, aber durch den aktuellen Syrien-Konflikt bleibt die Region ohnehin ständig präsent. Ryszard Kapuściński, ein Meister zwischen Reportage und Literatur, lese ich auch ohne geplante Reise.

Und in manchen Geschichten findet man sich einfach sofort, wie in Vladimir Vertlibs Zwischenstationen (Deuticke Verlag), über Wandern und Suchen und eine österreichische Jugend in den Achtzigerjahren. ■

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.12.2012)

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