Was kommt nach Alice?

Keine Frau hat die deutsche Frauenbewegung stärker geprägt als Alice Schwarzer. Und doch: Neue feministische Ansätze hat sie verschlafen, behauptet Miriam Gebhardt. Christine Bauer-Jelinek sieht einen „Staatsfeminismus“ heraufziehen, der für den Niedergang der Wirtschaft verantwortlich sein soll.

Alice im Niemandsland“ betitelt Miriam Gebhardt ihre kritische Bestandsaufnahme der deutschen Frauenbewegung. Was haben gut 40 Jahre Kampf für Lohngleichheit und geteilte Familienarbeit, gegen Gewalt und Pornografie den deutschen Frauen eigentlich gebracht? Wenig, meint Miriam Gebhardt. Deutsche Frauen machen keine Karriere, kriegen keine Kinder und fühlen sich mehr denn je vom Mode- und Schönheitsdiktat unter Druck gesetzt. Sie leiden unter dem „Neosexismus“, sind einsam und fühlen sich schon lange nicht mehr von der Frauenbewegung vertreten. Am allerwenigsten von ihrer Leitfigur, Alice Schwarzer. Verantwortlich dafür sei diese selbst, weil sie Neuerungen nicht zulasse und dadurch die Zukunft der Frauenbewegung gefährde.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2012)