Große Reise ins Nirgendwo

Kluger Witz: Hanno Millesis etwas anderes Roadmovie. Hanno Millesis neuer Roman heißt „Granturismo“, frei übersetzt für „die große Reise“, für aufregende Abenteuer auf offener Straße, irgendwohin, ins Nirgendwo.

Hanno Millesis neuer Roman heißt „Granturismo“, frei übersetzt für „die große Reise“, für aufregende Abenteuer auf offener Straße, irgendwohin, ins Nirgendwo. Wer Millesi kennt, weiß, dass der Titel nicht ganz ernst zu nehmen ist. Ironie ist bei ihm Programm. Es verwundert also kaum, dass die „große Reise“ weder groß noch allzu aufregend ist. Der Held wagt sie auch nicht freiwillig, sondern unternimmt sie aufgrund „der Krise“. Er wird entlassen. Wobei ihm der Vorgesetzte den Rausschmiss, mit dem der Roman eröffnet, als Belohnung verkauft. Schließlich trete der Angestellte über in eine „Phase der Eigenverantwortung“ und das sei ein „unbezahlbares Investment“, weshalb es eben auch nicht bezahlt wird.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.01.2013)

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