Ein Amerikaner in Frankfurt

Von Daniel Defoe bis Paula Fox: Jonathan Franzen legt mit dem Essayband „Weiter weg“ seine Poetikvorlesungen vor.

Wie macht sie oder er das? Eine Frage, die Schriftsteller beschäftigt, wenn sie Literatur lesen. Sind sie von der Art und Weise fasziniert, wie eine Kollegin oder ein Kollege die Story erzählt, dann gehen sie ihrem Beruf nach und schreiben das auf. Was dabei herauskommt, nennt sich Poetik-Vorlesung. Die berühmtesten im deutschsprachigen Raum sind jene an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main, die 1959 mit Ingeborg Bachmann als Dozentin begonnen wurden. Die wichtigsten Dichter deutscher Zunge haben dort seither „gelesen“. Die Lektüre solcher Texte war in schwarz-weißen analogen Vorzeiten die beste Schreibschule.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.01.2013)