Blüten, Wüsten, Abgründe

Das Web ist wie geschaffen für magische Welten grenzenloser Obszönitäten. Deshalb turnt auch die Wissenschaft an den Geräten sexuellen Wildwuchses. Zwei Publikationen auf dem schmalen Grat zwischen Moral und Beklommenheit.

Wer sich jemals mit Pornografie beschäftigt hat, sei es wissenschaftlich oder aus Vergnügen, wird festgestellt haben: Das ist ein weites Feld mit wilden Blüten, Wüsten und Abgründen. Wer sich dorthin auf Reisen begeben hat, kommt in Begleitung zurück. Denn nicht wir verfügen über die Bilder, sondern sie besetzen uns. Dennoch wagen sich immer wieder tapfere Forscher in die Kampfzone zwischen Körper und Fantasie. Ihnen gebührt Achtung. Aber eine Bewältigung der Pornografie durch die Wissenschaft muss ein frommer Wunsch bleiben, zumal das World Wide Web wie geschaffen für magische Welten grenzenloser Obszönitäten scheint.

Das ist drin:

  • 0 Minuten
  • 0 Wörter

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.01.2013)

Meistgelesen