„Täglich verstehe ich weniger“

Auf Literaturkritik antwortet man nicht, so ein Gesetz des Literaturbetriebs. Es sei denn: literarisch. Das tut Andrea Winkler in ihrem „Einbildungsroman“. Sprachlich präzise, musikalisch und misstrauisch sich selbst gegenüber: „König, Hofnarr und Volk“.

Ein Tisch in der Mitte, ein Sofa in der Ecke, eine Bank vorm Fenster, Stöße weißer Blätter, Schachteln mit Briefen und Tagebüchern, eini-ge aufgeschlagene Bücher: „Mein Zimmer besteht aus beinahe gar nichts.“ Andrea Winklers neues Buch, das vierte seit ihrem hochgelobten Debüt „Arme Närrchen“von 2006, beginnt mit einer Inventur. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist mit wenigen Strichen gezeichnet. Es braucht nicht viel, es ist alles da: Es ist der Lebensraum eines Menschen, der sich „vom Geist nährt“.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.02.2013)