Bernhard und die Kaiserliche Hoheit

Kultig: Geschichten über Thomas Bernhard – alphabetisch von seinem Freund Wieland Schmied sowie ungereimt von seinen wichtigsten Verlegern.

Die nicht seltene Fiktionalisierung des eigenen Lebens, die über ein Vierteljahrhundert währenden, von den Medien geradezu rituell zelebrierten Bernhard-Skandale, die ambivalente Haltung gegenüber seiner öffentlichen Rolle und auch die Schöngeister irritierenden, scheinbaren Widersprüche zwischen Lebensführung und Kunstauffassung des Autors, haben das österreichische Publikum geradezu süchtig nach Geschichten über Thomas Bernhard gemacht. Ein zuverlässiger Dealer für Bernhardiana aller Qualitätsklassen ist Richard Pils, der rührige Eigner der „Bibliothek der Provinz“. Zum 25.Todestag legt er ein von Wieland Schmied verfasstes Alphabet zu Bernhard vor: Es reicht von „A“ wie Auersberger, jener Kunstfigur aus „Holzfällen“, die massiv auf den Komponisten Lampersberg anspielte, über „C“ wie Canetti, „T“ wie Trakl bis „Z“ wie Zweifel.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 08.02.2014)

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