Change-Management, poetisch: Beate Winklers Erfahrungsbericht

Es ist ein ungewöhnliches Buch, das die Gründerin der EU-Grundrechte-Agentur, Beate Winkler, geschrieben hat: ein Hybrid aus Erfahrungsbericht, Lebenshilfe, Autobiografie und Kunstbuch. „Es ist etwas in mir, das nach Veränderung ruft“ oder: Change-Management, poetisch.

Einfacher wäre es gewesen, im gewohnten Modus weiterzutun. Mehr von demselben, mehr vom Akklamierten zu verrichten. Sich in denselben Netzwerken zu bewegen. An demselben Thema dranzubleiben. Die altbekannten Methoden anzuwenden. Doch dann meldete sich bei Beate Winkler eine irritierende, sie schreibt „flirrende“ Stimme, die sie auffordert, Veränderung bewusst zu suchen. Oder besser: sich auf die über sie hereinbrechende Gelegenheit unerschrocken einzulassen, ohne recht zu wissen, wohin sie das bringen wird. Einfach so, von einem Tag auf den anderen, mit 59Jahren umdrehen und gehen. Weil sie irgendwo in sich die Sehnsucht verspürt hat – von der Stéphane Hessel in dem Vorwort zum Buch schreibt –, „das zu leben, was noch darauf wartet, von mir gelebt zu werden“.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.04.2014)

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