Kurse und Diskurse

Börsen sind ein unverzichtbares Instrument entwickelter Wirt-schaften. Sie erleichtern die Finanzierung von Unternehmen und von Staaten. Ermöglichen sie aber auch ethisch gute Zustände, oder verhindern sie diese? Das fragt der an der Frankfurter Börse tätige Sven Grzebeta in „Ethik und Ästhetik der Börse“.

Hat die Börse etwas mit Ethik zu tun? Genauer: Kann man sie aus ethischen Gründen ablehnen oder gutheißen? Das ist die Frage von Sven Grzebeta. Sicher gibt es ethische Vorstellungen, denen zufolge Börsen abgelehnt werden müssen, etwa, wenn man Gewinnstreben grundsätzlich als unethisch ansieht. Wer das so einschätzt, hat freilich die Verpflichtung zu zeigen, wie eine Gesellschaft Produktion und Verteilung ohne dieses Streben organisieren kann. Es geht eben nicht um die Frage, ob eine Form der Organisation der Wirtschaft unter ethischen Gesichtspunkten gut oder schlecht ist, sondern darum, ob sie unter diesen Aspekten besser oder schlechter als eine andere ist.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.05.2014)

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