Unterbrechen, aufspüren und vor allem stören

Eine Literaturkritikerin über die Aufgaben der Literaturkritik.

Kritik und Krise – beide Wörter haben ihren Ursprung im selben griechischen Wortstamm, krinein: scheiden, trennen, entscheiden. Und um sie beide dreht sich, in den unterschiedlichen Ausprägungen und Bezugsfeldern, vieles im großen Essay von Brigitte Schwens-Harrant: „Literaturkritik. Eine Suche“. Da ist zuerst einmal die Kritik an der im Literaturbetrieb allzeit präsent gehaltenen Krise. Wie ein geheimes Band hält das Jammern allerorts die beteiligten Akteure des Betriebs zusammen, wirkt sich auf das literarische Schreiben selbst als auch auf die öffentliche Präsenz von Literatur in den Massenmedien aus. Der Autorin geht es um die Analyse von Bedingungen, Bedingtheiten und Möglichkeiten der Literaturkritik. Dass sie vom großen Gejammere über die Krise nicht viel hält, wird in den ersten Kapiteln ihrer pointierten Abhandlung klar.

Das ist drin:

  • 0 Minuten
  • 0 Wörter

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.10.2008)

Meistgelesen