Morden nach Lehrbuch

Das Massaker am Peršmanhof war eines der letzten NS-Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung in Kärnten. Nun dokumentieren zwei Historikerinnen nicht nur das Geschehen, sondern auch den zögerlichen Umgang der Nachkriegsjustiz mit den Tätern.

Es ist ein symbolträchtiger Ort, an dem sich bis heute erinnerungspolitische Konflikte entzünden: derPeršmanhof bei Bad Eisenkappel/Železna Kapla. Der entlegene Bergbauernhof auf 1000 Metern im kärntnerisch-slowenischen Grenzgebiet ist eine zentrale Gedenkstätte der Kärntner Slowenen, der einzige Ort in Österreich, an dem die Geschichte der Minderheit – Diskriminierung, Verfolgung und Widerstand – museal dokumentiert wird. Maja Haderlap hat die Gegend in ihrem Roman „Engel des Vergessens“ einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht; sie selbst ist in der Nachbarschaft des Peršmanhofs aufgewachsen. Mantel und Schuhe, die ihre Großmutter auf dem Heimweg vom KZ Ravensbrück getragen hat, sind im Peršman-Museum zu sehen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.11.2014)