Hitler über den Betten

Folterkammer oder Ferienlager? Das Bild des Anhaltelagers Wöllersdorf zur Zeit des Austrofaschismus schwankt stark, je nachdem, welche Quellen man heranzieht. Die Historikerin Pia Schölnberger legt nun eine klärende Studie vor.

Im November 1934 konnte der dänische Journalist Henry Hilssen das austrofaschistische Anhaltelager Wöllersdorf besuchen und berichtet: „Über Wöllersdorf sind die seltsamsten Gerüchte im Umlauf. Namentlich die Nationalsozialisten schildern das Lager als eine Hölle. Es wurde allen Ernstes behauptet, dass die Regierung dort die Nasen und Ohren ihrer Gegner abschneiden lasse, und in ihrer Fantasie widerhallte das Lager vom Stöhnen der Misshandelten und vom Geschrei der Ausgepeitschten.“ Wöllersdorf gleich Dachau?

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.02.2016)

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