Kindheit unter einem Tyrannen: In einem Haus ohne Ausgang

Gewaltexzesse in der Familie: Luise Maiers Kindheitsbericht über einen Haustyrannen.

Wollte man die Neuerscheinungen seit 2000 inhaltlich vermessen, kommen wohl gleich nach den Krimis die Coming-of-Age-Geschichten, vor allem bei den Debüts. In jungen Jahren ist das Werden der eigenen Persönlichkeit ein zentrales Thema und gesellschaftspolitisch durchaus eine interessante Frage: Wie haben Kindheiten sich im Lauf der vergangenen Jahrzehnte verändert? Nach der Schwarzen Pädagogik kamen die 68er. Deren Kinder warfen ihren Eltern übersteigerten Selbstverwirklichungsdrang vor und empfanden es – mangels Kenntnis der Erfahrungen früherer Generationen – als ganz normal, dass sie weitgehend gewaltfrei und mit verständnisvollem Wohlwollen aufwuchsen. Nun sind – auch schon vor einiger Zeit – die neuen Väter aufgetreten, partnerschaftliche Fürsorge für Kinder und Haushalt sollte eigentlich ganz neue Dispositive für das Heranwachsen ergeben.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.04.2017)

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