Im Westen nichts Neues?

Was wäre das Abendland ohne all die Visionen von seinem Untergang? Jetzt ist der deutsche Historiker Heinrich August Winkler dran: Mit „Zerbricht der Westen?“ klärt er „Über die gegenwärtige Krise in Europa und Amerika“ auf. Nicht zuletzt über die Causa prima: Flüchtlinge und Migration.

Europa findet man auf der Landkarte ziemlich leicht, man kennt seine Grenzen, doch wo liegt der Westen? Der Begriff scheint etwas vage zu sein, mehr ein ideologisches oder kulturelles Konzept zu umfassen. Der Westen sind wir, die erfolgreichste Zivilisation der Geschichte, „wir, wenn wir uns von unserer besten Seite zeigen“ (Jürgen Osterhammel), antiwestlich sind die Fanatiker, die Extremisten, die Mullahs und die Kims. Der Westen ist eine Idee; verraten wir sie, gleiten wir in den moralischen Abgrund.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.10.2017)

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