Grünkohl mit Pinkel

Uwe Timms Novelle "Freitisch" ist eine verschmitzte literarische Liebeserklärung an die 1960er-Jahre in Deutschland - mit vielen spöttischen Beobachtungen und trefflichen Formulierungen, die oft beiläufig des Weges kommen.

Sage keiner, was die Literaturwissenschaft mit Gérard Genette „Peritext“ nennt, all das also, was den eigentlichen Text begleitet, sei für den Leser nicht von Bedeutung. Wenn ein Autor ein locker bedrucktes Buch von 136 Seiten mit der Gattungsbezeichnung „Novelle“ ankündigt, dann erweckt das den Eindruck des Altmodischen. Schreibt man denn heute überhaupt noch Novellen? Ist zwischen Roman und Erzählung Platz für eine Gattung, die auf Boccaccio zurückgeht und ihre Blüte im 19. Jahrhundert hatte?

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.02.2011)

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