Nichts, was einen schützt

Sie war Mitglied der RAF und saß 75 Monate im Gefängnis. Danach wanderte sie aus Deutschland aus und begann „noch einmal ,von vorn‘“. Margrit Schillers uneitler und ungekünstelter Bericht über das Fremdsein in der Fremde.

Ihr Lebensbericht, der vor zwölf Jahren unter dem Titel „Es war ein harter Kampf um meine Erinnerung“ erschienen ist, gehört trotz aller berechtigten Einwände gegen den dürftigen Gestaltungswillen und die fragwürdige politische Positionierung zu den großen Autobiografien des 20. Jahrhunderts. Wie ein Leitmotiv erscheint darin nämlich die Einsamkeit als prägende Erfahrung einer im restaurativen Nachkriegsdeutschland aufgewachsenen Frau.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2012)

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