Überleben im roten Paradies

Wolfgang Ruges Erinnerungen an seine 15 Jahre im Gulag.

Den Einzug ins rote Paradies hatten sich der 16-jährige Wolfgang Ruge und sein um zwei Jahre älterer Bruder Walter vermutlich anders vorgestellt. Die beiden aus einem erzkommunistischen Berliner Milieu stammenden jungen Männer hatten ihre Heimat nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im August 1933 in Richtung Sowjetunion verlassen – nun gingen sie in Wyborg zu Fuß über die finnisch-sowjetische Grenze. Der erste Eindruck: „Ein verwahrlostes Bahnhofsgelände, überall Dreck, die Regale des kleinen Verkaufsstandes waren leer, von Spinnweben durchzogen.“

Das ist drin:

  • 0 Minuten
  • 0 Wörter

Wollen Sie weiterlesen? Bitte registrieren Sie sich, um „Die Presse“-premium kostenlos zu testen.

Jetzt registrieren

oder, falls Sie schon einen "Presse"-Account haben

Jetzt anmelden

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.02.2012)