Keine Spur von Winnetou

Karl May schreibt nicht, er schwadroniert auf Papier, ein Geschichtenerzähler, der sich der Schrift nur bedient, um seine sprudelnde Suada ans Publikum zu bringen. Wenn sich Fakten und Fiktion untrennbar verknäueln: Anmerkungen zum Karl-May-Jahr.

November 1874. In der „Deutschen Novellen-Flora“, einer „Sammlung der neuesten, fesselndsten Romane und Novellen unserer beliebtesten Volksschriftsteller der Gegenwart“, erscheint „Die Rose von Ernstthal“ – die erste Erzählung, die Karl May veröffentlicht. Vermutlich die erste. Möglicherweise auch nur die erste, die unter seinem Namen gedruckt wird. Oder nicht einmal das. Auf so unsicherem Terrain fügt ein weiser Biograf wie Helmut Schmiedt („Karl May oder Die Macht der Phantasie“) ein „nach heutigem Erkenntnisstand“ bei. Vielleicht hat dieser May ja schon früher unter eigenem, vielleicht unter anderem Namen, vielleicht, vielleicht, vielleicht . . .

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.02.2012)

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