Die Kürze als Würze

Der Ruf der Mikroblogging-Plattform Twitter ist zweifelhaft, wenigstens unter Sprachpuristen. Dabei besteht hier durchaus Potenzial für die Genese einer neuen Textsorte. Die „Twitteratur“ nimmt als das 140-Zeichen-Genre Gestalt an.

Anfang dieses Jahres identifizierte Hans Zehetmair, der Vorsitzende des deutschen Rechtschreibrates, die Mikroblogging-Plattform Twitter als Grundübel einer verrohenden deutschen Zunge. Besonders originell ist derlei Angstgezeter ja nicht. Denn die sinnvollere Option einer Auseinandersetzung mit sprachimmanenten Phänomenen wie ebendiesem besteht in einer konstruktiven Bestandsaufnahme seines Potenzials, auch für die schöne Literatur.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 17.03.2012)

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