Frühstück bei Roosevelt

„Thomas Mann, der Amerikaner“: Hans Rudolf Vagets beein-druckende Studie zu Manns 14-jährigem Exil in den USA räumt auf mit dem Vorurteil, der deutsche Dichter wäre sein Leben lang ein unpolitischer Autor gewesen.

Der „Anschluss“ Österreichs bescherte Thomas Mann Unordnung und spätes Leid. Als sich das Land im März 1938 dem Hakenkreuz ergab, war der namhafteste deutsche Schriftsteller „furchtbar unglücklich und beängstigt“, wie er seinem Tagebuch anvertraute. Thomas Mann befand sich damals auf seiner ersten Vortragstournee quer durch den amerikanischen Kontinent. Von Philadelphia aus, wo ihn die Nachricht vom „Gewaltakt an Österreich“ erreichte („Depression, Erregung. Änderung des Anfangs der lecture“), ging es über Chicago in den Mittleren Westen, nach Kansas City und weiter nach Tulsa in Oklahoma.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.04.2012)

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