Seit 1000 Jahren Pokémon

Seit rund 30 Jahren erobern Mangas und Animes die westliche Unterhaltungswelt. Dabei ist die illustrierte Geschichtenerzählung eine jahrtausendealte Tradition Japans. Auftakt zu einem Streifzug durch die verspielte Kultur Japans.

Im Ueno Park, etwas nördlich des Stadtzentrums von Tokio, zwängen sie sich auf Papierrollen und in Bilderrahmen. Einige von ihnen gibt es schon seit mehreren Jahrhunderten, und trotzdem überraschen sie die Besucher immer wieder. „Look, mom! That man looks a bit like Ash“, flüstert ein pubertierender Amerikaner aufgeregt seiner Mutter zu. Das Porträt eines Mannes an der Wand ähnele ein bisschen seinem einstigen Helden Ash, der Hauptfigur aus der Anime-Serie „Pokémon“, die vor rund zehn Jahren die internationalen Fernsehprogramme für Jugendliche schwemmte. Der Junge, der sich eben noch zu langweilen schien, spaziert jetzt gespannt durch die Säle. Er macht sich einen Spaß daraus. In den nächsten Räumen wird er, auch dank seiner Vorstellungskraft, noch die Comic- und Zeichentrickfiguren „Akira“ und „Sailormoon“ wiedererkennen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.12.2012)

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