Letzte Woche erging ein Aufruf an Sie, sich dem Unsinn hinzugeben. Ausgehend von der Beobachtung, dass es nur sehr wenig Bezeichnungen für Menschen gibt, bei denen die weibliche Form kürzer ist als die männliche (etwa: Hexe/Hexer oder Petze/Petzer), fanden sich plötzlich auch Bezeichnungspaare mit kürzerem femininem Ausdruck, die aber eigentlich gar nicht zusammengehören. Erstaunlich viele Leserinnen und Leser haben mir daraufhin Nonsens dieser Sorte zugeschickt. Vielen Dank!
Die Liste ist lang geworden, und es erscheint hier fürs Erste nur ein kurzer Auszug. Aus dem Schneiderhandwerk etwa: der Näher und die Nähe. Frau Wenckheim, die Chefin von Ottakringer, wäre demnach eine Braue. Und eine Frau, die Flüchtlinge gegen Gebühr über die Grenze bringt, eine Schleppe. Die Dame, die das verstimmte Piano auf Vordermann
(-frau?) bringt, könnte eine Klavierstimme sein. Und statt „Landstreicherin“ böte sich die Penne an, die, wenn man sie ärgert, leicht zur Penne arrabiata werden kann. Armer Leser, arme Lese: Nächste Woche kommt noch mehr davon!















