Zum Stand der Wurst

Der Wiener Würstelstand ist eine Marke wie das Kaffeehaus oder der Heurige. Aber wie sieht er eigentlich aus, der typische Würstelstand – und wie könnte er typischerweise künftig aussehen?

Als der Würstelstand vor der Albertina neu errichtet werden sollte, machten wir uns mit den Betreibern auf eine nächtliche Erkundungstour quer durch die Stadt, auf der Suche nach Vorbildern. Wir bereisten Ringstraße und Gürtel, Schwedenplatz und Floridsdorfer Bahnhof zur Feldforschung und tranken unser Bier vor billigen Aluminiumhütten oder umgebauten Stahlcontainern, doch narrte uns der wechselhafte Charakter der Wurstarchitektur, die Beispiele gerannen zu keinem Grundtypus, und kein Urbild zeigte sich auf dem Boden unseres Sechzehnerblechs. Den traditionellen Stand fanden wir nicht, auch war der Mythos bisher völlig ohne Gestaltung ausgekommen. Ohne planerische Gestaltung jedenfalls.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.06.2012)

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