18.06.2013 06:35 Merkliste 0

Der Held der Arbeit

17.08.2012 | 18:29 |  Michael Scharang (Die Presse)

Artikel drucken Drucken Artikel versenden Senden Merken AAA Textgröße Artikel kommentieren Kommentieren


Er arbeitet sich hinein

in finstere Zeiten,

tiefer und tiefer.

Er arbeitet sie auf,

die alten Untaten,

wieder und wieder.

Bis er den Blick

für die neuen

Untaten verliert.

Was für ein Ausblick!

An der Gegenwart vorbei

arbeitet er sich empor

zu helleren Zeiten, wo er

mit der Zukunft auf eine

bessere Zukunft anstößt.

Die sitzt ihm

als sein Henker

blutgierig gegenüber.

Ich bin so frei, sage ich,

und nehme einen Bissen

von seiner Henkersmahlzeit.

Da sticht er mir

mit der Gabel ins Herz.

Zum Glück habe ich keins.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2012)

Testen Sie "Die Presse" 3 Wochen lang gratis: diepresse.com/testabo

Top-News