Wenn alles zu nichts wird

Am Anfang war das Wort. Und dann? Über die Sprachlosigkeit.

Ad finem laborat, er müht sich dem Ende entgegen, sagt der Hausarzt, als Anton Wildgans ins Krankenzimmer tritt undsich nach dem Zustand seines Vaters erkundigt. Acht Jahre zuvor hatte Wildgans' Vater, gerade 50 geworden, einen Schlaganfall erlitten, und jetzt: Ad finem laborat. Es geht dem Ende zu. Zur Zeit des Schlaganfalls besuchte der Sohn die siebte Klasse des Gymnasiums. Jahre später wird er von den dramatisch veränderten Verhältnissen zu Hause berichten, als er, der Schüler, am Schreibtisch saß und im Schein der Petroleumlampe Schulstoff lernte, während der Vater im Zimmer auf und ab ging, sich mühend, die verloren gegangene Sprache zurückzugewinnen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.09.2012)

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