Fritz! Es ist ein Traum!

Ich war 16. Ein Asylantenkind. Die Geschichte hatte uns aus Wien über den Atlantik gefegt. Erinnerung an eine Jugend in Manhattan.

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Manhattan
Manhattan – REUTERS/Shannon Stapleton

Bei einem unserer Ausflüge während meiner Kindheit von unserem Außenbezirk in Wien ins elegante Stadtzentrum sah ich ihn. Ich war vielleicht sieben, musste hinaufgreifen, um die Hand meines großen Vaters zu erreichen, doch viel größer noch war diese wunderbare Gestalt, die da vor uns aufragte: ein Riese wie aus dem Märchen mit einem silbernen Federbusch auf einer himmelblauen Kappe in einem himmelblauen Rock mit diamantenen Knöpfen und mit Epauletten, die golden auf heroischen Schultern leuchteten. Aber märchenhaft, wirklich märchenhaft wurde die Erscheinung erst durch das Gesicht. Es glomm ebenso kohlschwarz wie die Hand, die zwei weiße Handschuhe hielt.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 27.10.2012)

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