He doesn't exist, the bastard

Wer auf dem Kopf geht, der hat den Himmel als Abgrund. Der Horizont ist unser metaphorisches Äquivalent für Ewigkeit. Über Gott 2012.

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He doesn't exist, the bastard
dpa/Julian Stratenschulte – dpa/Julian Stratenschulte

Der Horizont war vielleicht schon immer die größte Versuchung der Künste, wobei auch der Horizont nur eine Metapher ist,denn der Horizont ist lediglich die Nahtstelle, an der Himmel und Erde aufeinandertreffen, die Linie, die unsere subjektive Wahrnehmung schafft. Wie soll man sichdem, was jenseits unserer Wahrnehmung, jenseits unseres Denkens liegt, auch anders nähern als durch Metaphern und Chiffren? Der Horizont ist immer die Grenze dessen, was wir erfassen, was wir begreifen können, mit den Augen oder mit dem Verstand. Aber der Horizont ist keine feste Linie, er ist eine verschiebbare, relative und imaginäre Grenze, die keine Eigenschaft der objektiven Wirklichkeit ist, sondern von jedem Wahrnehmenden anders erlebt wird.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.11.2012)