Moloch? Motor!

Der weltweite Drang in zentrale Räume ist nicht zu stoppen. Aber wäre es überhaupt erstrebenswert, die Verstädterung aufzuhalten? Wie Megacitys vom Problem zur Lösung werden.

Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan sprach nicht zufällig vom „Jahrtausend der Städte“: Bis 2050 könnten fast neun Milliarden Menschen eine Erde bevölkern, die jetzt schon an Ressourcenknappheit leidet und dann mitten im globalen Klimawandel stecken wird. Mehr als zwei Drittel werden dann in Städten leben. Das Tempo dieser Umschichtung und Verdichtung ist historisch ohne Beispiel und stellt die Innovations- und Strategiefähigkeit aller Betroffenen auf eine harte Probe: Die Stadtbevölkerung nimmt jährlich um über 60 Millionen Menschen zu, bereits 2010 existierten – je nach Ausmaß der Einbeziehung des Umlandes – mehr als 450 Millionenstädte.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 24.11.2012)

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