60.000 Tote, kollateral

Nicht mehr arm, noch nicht „entwickelt“? Mexiko zwischen Drogenkrieg und kultureller Vielfalt. Schwerer denn zuvor wiegt heute der 1988 publizierte Klassiker „México profundo“ des Historikers Guillermo Bonfil Batalla.

Schwerer denn zuvor wiegt heute der 1988 publizierte Klassiker „México profundo“ des Historikers Guillermo Bonfil Batalla. Ihm ging es seinerzeit um das drohende Verlöschen der Erinnerung an Mexikos kulturelle Vielfalt durch die Fiktion einer modernen mexikanischen Nation. Demnach verfolgte die aus der Revolution hervorgegangene Oligarchie auf der Ebene eines „imaginären Mexikos“ unter Einsatz aller staatlichen Machtmittel den Weg einer linear voranschreitenden Modernisierung. Ihr standen die Elemente eines profunden, tiefen Mexikos im Weg mit starken Volkskulturen, die eher die facettenreiche Option einer nichtlinearen mesoamerikanischen Moderne sondierten.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2012)