Das große Rauschen

„Es gibt nichts Schöneres, als die Zeitungen zu lesen und zu sehen, was in der Welt los ist“, sagte mein Vater. Ja, es gibt nichts Schöneres, ich, wir, die Welt. Ach ja? Plötzlich ist das, was ich lese, nicht mehr meine Welt. Wo bin ich?

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(c) FABRY Clemens

Glück hat im Deutschen immer auch die Bedeutung von Zufall. Aber es ist in der Regel keinZufall, der das Glück zunichtemacht. Wer hat diesen Satz geschrieben? – Ein Mann mittleren Alters liegt auf einem Sofa, er raucht, die Rauchkringel schweben zur Decke. Auf einem Beistelltischchen steht ein Glas Wein, auf dem Boden neben dem Sofa liegen Zeitungen und einige aufgeschlagene Bücher. Die Zeitungen sind mit sich identisch, sie sind Altpapier, aber die Bücher wirken wie aus dem Nest gefallene Vögel mit ausgebreiteten Flügeln, und im Licht der Stehlampe funkelt der Wein wie bernsteinfarbenes Meer in einer kleinen menschenleeren Bucht vor dem Sturm.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 15.12.2012)

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