Lassen wir uns nicht einlullen!

Tue nie etwas für Menschen, was sie selbst tun können! Vom Mutmachen, Aufwerten und Stärken – nicht nur in unseren Schulen.

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Symbolbild – (c) FABRY Clemens

Hakan ist durch die Hauptschule gekommen. Irgendwie. „Ichweiß nicht, was ich dort gelernt hab“, murmelt er, während seinKugelschreiber über ein bereits zur Hälfte beschriebenes Papier flitzt. „Englisch, Mathe – keine Ahnung. Viele Noten waren geschenkt. Ehrlich.“ Hakan lernt jetzt an der Handelsschule in der Wiener Margaretenstraße. Mehr als 90 Prozent der Jugendlichen an der Schule kommen aus den umliegenden Vierteln mit abgewohnter Bausubstanz, vielen Zugewanderten, zahlreichen Arbeiterhaushalten. Die Probleme sind seit Jahren die gleichen: Schüler bringen keine Hausübungen, haben zu Hause keinen Arbeitsplatz, kein Material, keine Jause, die Eltern sind beide berufstätig und können bei den Hausübungen nicht unterstützen. Viele brechen ab und machen mit der Schule nicht weiter.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.12.2012)

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