Und ewig grüßt Frau Bovary

Wie viele Übersetzungen braucht Weltliteratur? Da liegt sie, die Bovary, auf dem Nachtkastl), und wartet darauf, gelesen zu werden.

Da liegt sie, die Bovary, auf dem Nachtkastl), und wartet darauf, gelesen zu werden. Sie liegt da, seit sie eines meiner Weihnachtsgeschenke war, und natürlich ist es die viel gerühmte neue Übersetzung der viel gerühmten Elisabeth Edl aus dem Hanser Verlag. Vielleicht wird man eines Tages sagen, dass die Anregung und Publikation neuer Übersetzungen der großen Romane des 19. Jahrhunderts – außer seinen eigenen Gedichten, versteht sich – Michael Krügers größtes Verdienst war. Was für ein Glück, Melville und Tolstoi, Stendhal und Gontscharow gleichsam neu lesen zu können. Was für ein Glück, diese Hauptstücke so vorgelegt zu bekommen, dass nicht nur die leicht und schwer vermeidlichen Fehler der alten Übersetzungen getilgt sind, sondern zugleich das Ganze auf eine Tonart eingestimmt ist, in der die Übersetzer das Originale und das Heutige wie mit einem Dominantseptakkord zusammenzustimmen wissen. Was für ein Glück – für junge Leser.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 12.01.2013)

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