Unter uns

Was das Ausland nicht versteht. Kleine Ergänzung zum österreichischen Selbstverständnis. Der Österreicher hält sich immer für besser, als er glaubt, anderen zu erscheinen.

Der Österreicher hält sich immer für besser, als er glaubt, anderen zu erscheinen. – Ein schwieriger Satz. Man könnte auch sagen: Seine Meinung von sich ist höher als jedes Lob und jede Tugend, die ihm ein anderer zuerkennen kann. Diese hohe Meinung von sich im Umgang mit anderen, vor allem mit Nicht-Einheimischen, zu verbergen zeitigt die wohlmeinenden Ansichtskarten des österreichischen Charakters, die über ihn in Umlauf sind: sein Hang zur Gemütlichkeit, die Geselligkeit, das Charmieren, die Gastfreundlichkeit – alles Attribute, die in Gegenden mit Tourismusbedarf dramatisch zunehmen.

Das ist drin:

  • 0 Minuten
  • 0 Wörter

Wollen Sie weiterlesen? Bitte registrieren Sie sich, um „Die Presse“-premium kostenlos zu testen.

Jetzt registrieren

oder, falls Sie schon einen "Presse"-Account haben

Jetzt anmelden

("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.01.2013)