Beruf: Märtyrer

Sollten sich die Muslimbrüder in der arabischen Welt politisch durchsetzen, wäre das für den Westen fatal. Der Wahabismus und seine Folgen: zur Geschichte der Radikalisierung des Islam.

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(c) AP (Maya Alleruzzo)

In Wien wurde vor wenigen Wochen das König-Abdullah-Zentrum für interreligiösen und interkulturellen Dialog eröffnet, das von Saudi-Arabien finanziert wird. Die Kritiker – liberale Muslime und Nichtmuslime – werfen den Initiatoren vor, dass in Saudi-Arabien weder Menschenrechte gelten noch ein Minimum an Religionsfreiheit existiere. Der Wahabismus ist die Staatsreligion, alle anderen Konfessionen sind verboten. Die Religionspolizei ist allgegenwärtig: Homosexuellen droht die Todesstrafe und renitenten Frauen zumindest die Peitsche. Gleichzeitig wird mit Milliarden von Petrodollars weltweit der islamische Fundamentalismus gefördert. Ein historischer Blick auf den Wahabismus zeigt, dass es sich nicht nur um eine kleine, weltabgeschiedene religiöse Sekte handelt, sondern um die Keimzelle des modernen radikalen Islamismus.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.02.2013)

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