Hunger als Waffe

15.02.2013 | 18:25 |  Von Georg Reichlin-Meldegg (Die Presse)

Was macht der Krieg, wenn der Hunger kommt? Über Kohlrübenwinter, Mehldarlehen, Schwarzhandel, Schmuggelwesen und Tuberkulose. Aus dem Ersten Weltkrieg: der Versuch eines „Brotfriedens“ und die Hungersnot von Wien.

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Schon zur Zeit des Thronwechsels zum Jahresende 1916 mehrten sich in der Donaumonarchie die Zeichen, dass die Bevölkerung Österreich-Ungarns Hunger und Entbehrungen nicht länger ertragen konnte. Dass sich die Situation dramatisch verschlechtert hatte, war schon nach dem Einbringen der Ernte im Sommer 1916 erkennbar geworden: Der starke Herbstregen 1916 hatte es mit sich gebracht, dass der Mais nicht trocken, sondern sehr nass geerntet werden musste, daher verfaulten große Mengen wichtiger Nahrungsmittel.

Der Überfluss, der in den ersten Kriegswochen 1914 geherrscht hatte, insbesondere bei Fleisch und Zucker, auch bei Brot oder Reis, war rasch zum Mangel geworden. Im Februar 1915 war die Brotkarte eingeführt, im Juni 1915 die Zwangsbewirtschaftung von Getreide (Gründung der „Kriegsgetreideverkehrsanstalt“) verfügt worden. Mit zunehmender Dauer des Krieges wurde der Kreis der „staatlich bewirtschafteten Lebensmittel“ immer weiter ausgedehnt. Noch 1915 wurden die Zentralen für Futtermittel, Zucker, Spiritus, Melasse, Hopfen und Malz eingerichtet, 1916 für Gemüse, Obst, Kaffee, 1918 schließlich auch für Vieh und Fleisch.

Das Kriegsjahr 1917 stand bereits ganz im Zeichen der Ersatznahrungsmittel. Lange Listen von Stoffen wurden veröffentlicht, die geeignet sein sollten, das Brotgetreide zu strecken. Das „Kriegsbrot“ – es zerfiel beim Anschneiden in tausend Brösel – war mit Gersten-, Mais-, Kastanien- und Kartoffelmehl gestreckt. Es wurde aus Hafer und Bohnen bereitet, vermischt mit Wurzeln und Gräsern, mit Eicheln und Sägespänen. Auf der „Ersatzmittelausstellung“, die von Mai bis August 1918 im Wiener Prater stattfand, erhielt man viele gute Ratschläge, was sich alles aus Produkten herstellen ließe, die man zumeist nicht besaß. – Zu Jahresbeginn 1918 wurde die Lageauch im Hinterland der Donaumonarchie immertrostloser, der Hungerzermürbte die Widerstandskraft der Zivilbevölkerung noch früherals die der militärischen Organisation. Es kam zu einer dramatischen Zuspitzung, als der Chef des Ernährungsausschusses, General Ottokar Landwehr, am 30. April 1918 deutsche Getreideschlepper beschlagnahmte, um Wien zu versorgen, wo die Lebensmittelvorräte nahezu erschöpft waren. Rumänien lieferte 1917/18 rund 300.000 Tonnen Getreide an Österreich-Ungarn. Dennoch brachen im Juni 1918 Streiks und Hungerdemonstrationen aus. Neben der Ernährungskrise war der Achtstundentag (bei sechs Werktagen pro Woche) Gegenstand der Streikforderungen.

Zu den entscheidenden Ereignissen in der Versorgungssituation des Kriegsjahres 1918 gehörten sicherlich die beiden Kürzungen der Brotrationen, im Jänner und Juni, von 1260 auf 630 Gramm pro Woche (!) für Normalverbraucher und von 2240 auf 1120 Gramm für Schwerarbeiter. Nur mit dieser über Lebensmittelkarten zugeteilten Kalorienmenge konnte man nicht überleben. Der Schwarzhandel blühte demnach heftig. Privatvermögen wechselten dergestalt rasch den Besitzer.

1918 bestand die Tagesmenage in der Munitionsfabrik Wöllersdorf aus einem kleinen Stück Brot, aus Kraut und einer Art von schwarzem Kaffee. Das beleuchtet als Beispiel die Ernährungssituation in der kriegswichtigsten Industrie. Kaum vorstellbar war die Not bei den als minder wichtig eingestuften Bevölkerungsklassen, besonders in den Städten. Die Auswirkungen: Im Juni, wie erwähnt, brachen in Wien Streiks und Hungerdemonstrationen massiv aus. Die Schaffung eines Ernährungsamtes seitens des Kriegsministeriums und des Ministeriums des Äußeren war letztlich an staatsrechtlichen Erwägungen gescheitert.

Durch Hunger, Unterernährung und Krankheiten stieg auch die Zivilsterblichkeit stark an: 1913 verstarben im Raum der späteren Republik Österreich etwa 118.000 Menschen, im Jahr 1918 waren es 155.000. In Wien war die Zivilsterblichkeit 1918 um 57 Prozent größer als 1913. Die Tuberkulose forderte um 78 Prozent mehr Opfer als im Jahr 1913. Nicht einmal acht Prozent der Kinder konnten im Sommer 1918 als gesund bezeichnet werden. Eine schwere Grippewelle („Spanische Grippe“) forderte im Spätherbst 1918 und im folgenden Winter zahlreiche Opfer (darunter bekanntermaßen auch Egon Schiele und seine Frau). – Die Erfahrungen des „Kohlrübenwinters“ 1917/18 ließen die Motivation breitester Bevölkerungsschichten auch im Deutschen Reich merklich absinken. Die Stimmung, so resümierte ein Bericht vom 3. April 1917, sei „infolge der herrschenden und noch mehr aus Sorge vor den in nächster Zeit zu erwartenden Ernährungsschwierigkeiten wesentlich ernster und gedrückter geworden“. In dieser überaus angespannten Lage wurde zum 15. April die dem Normalverbraucher zustehende Mehlration gesenkt, des Weiteren wurde eine Reihe von Zulagen verringert oder ganz aufgehoben. Die Arbeiterschaft reagierte darauf mit einem Streik, der allein in Groß-Berlin rund 300.000 Arbeiter im Ausstand sah und sich schnell auf fast alle deutschen Rüstungszentren ausbreitete.

Militärisch-wirtschaftlich geriet die Donaumonarchie dennoch verstärkt in die Abhängigkeit Berlins: Wien erhielt am 18. Jänner 1918 ein deutsches „Mehldarlehen“ von 4500 Tonnen. Am 3. Februar 1918 wurde ein Übereinkommen über die Lieferung von 500.000 Tonnen Lebens- und Futtermitteln aus Rumänien für Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich geschlossen. Zwei Tage später erhielt die k.u.k. Armee ein deutsches Mehldarlehen von 30.000 Tonnen.

Am 9. Februar 1918 kam es in Brest-Litowsk zum „Brotfrieden“: einem zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn einerseits und der Ukrainischen Volksrepublik andererseits geschlossenen Separatfrieden. Der „Brotfrieden“, nebstbei der erste Friedensvertrag dieses Weltkrieges, bestimmte, dass bis zum 31. Juli 1918 der gegenseitige Austausch der Überschüsse der wichtigsten landwirtschaftlichen und industriellen Produkte durchzuführen sei. (Die zu liefernden Getreideüberschüsse der Ukraine waren im Vertrag auf eine MillionTonnen festgelegt worden.) – Nun scheint die Frage legitim, weshalbdie beachtlichen Nahrungsmittelreserven der Ukraine das Deutsche Reich und die Donaumonarchie nur höchstunzureichend erreichten, welche Mächte den Hunger gezielt als Waffe einsetzten und wie demgegenüber die Bemühungen in den betroffenen Staaten koordiniert wurden, um die Hungerkatastrophe und damit Streiks und Niedergang zu verhindern.

Der gegenseitige Warenaustausch barg schon die ersten großen Hindernisse der Vertragserfüllung auch seitens der ukrainischen Regierung in sich, wie der k.u.k. Außenminister Ottokar Graf Czernin in seinen Erinnerungen schreibt: „Die ukrainische Regierung, die in Brest-Litowsk erklärt hat, dass sehr große, angeblich eine Million Tonnen noch übersteigende Lebensmittelmengen ausfuhrfähig wären, war inzwischen von einem anderen Ministerium ersetzt worden. Das am Ruder befindliche Kabinett zeigte keine besondere Neigung oder wenigstens Eile, um eine Verpflichtung in dieser Höhe zu erfüllen, sondern war alsbald bemüht, zu beweisen, dass dies aus mannigfachen Gründen völlig unmöglich sei. Dazu kam, dass im Frieden von Brest förmlich ein Tausch ,Zug um Zug‘, Ausfuhrware gegen Ausfuhrware, vorgesehen war, aber weder Deutschland noch Österreich-Ungarn auch nur annähernd in der Lage war, solche Warengegenwerte (Anm.: verlangt wurden vor allem Textilien) zu liefern.“

Doch nicht nur der grundsätzliche Mangel an Waren und Vorräten auf beiden Seiten machte diesen „Brotfrieden“ so brüchig und unsicher. Graf Czernin schreibt dazu: „In der Ukraine machte sich die Tatsache der vierjährigen Kriegswirren und der bolschewistischen Zerstörungen im stärksten Maße bemerkbar; Anbau und Ertrag waren überall zurückgegangen; soweit aber Vorräte vorhanden waren, sind sie von den Bolschewiken bei ihrem Rückzuge nach Norden teils zerstört, teils mitgenommen worden. Immerhin ergaben die im Lande angestellten Erhebungen das Vorhandensein gewisser, wenn auch bescheidener Bestände, und es wurde nun am Aufbau einer Einkaufsorganisation gearbeitet. Der ursprünglich von uns und Deutschland geplante freie Einkauf in der Ukraine konnte jedoch nicht in die Tat umgesetzt werden, denn die ukrainische Regierung erklärte, dass sie diese Organisation selbst aufstellen wolle, woran sie mit aller Eifersucht und Hartnäckigkeit festhielt. Nun war aber im Lande eine Autorität durch die Revolution und dann durch den bolschewikischen Einbruch vernichtet, die Bauernschaft radikalisiert, die Güter von Revolutionären besetzt und zerstückelt. Die Autorität der Regierung war somit zur Getreideaufbringung ganz und gar unzureichend; andererseits war sie aber immerhin – wie einzelne Fälle bewiesen – groß genug, um uns Hindernisse, ja unübersteigliche Schwierigkeiten zu bereiten.“

Daraufhin kümmerte man sich nicht mehr um die von der ukrainischen Regierungerlassenen Ausfuhrverbote und Einschränkungen, sondern teilte die Besatzungszone in zwei Aufbringungsgebiete ein, in denen jeweils ein k.u.k. Armeekorps zuständig wurde. Danach sollten die „Getreideverkehrsanstalten“ mit dem Abtransport beginnen. Kommissare und Einkäufer schwärmten aus. Kurzzeitig war man in Wien mit den Lieferungen aus der Ukraine zufrieden. Doch bald darauf wurde es wieder kritisch: Alles in allem beliefen sich die „Abschübe“ auf höchstens ein Zehntel der erwarteten Menge.

Ein grundsätzliches Problem war auch nach dem Friedensvertrag bestehen geblieben: Rund 750.000 deutsche und österreichisch-ungarische Soldaten verbrauchten täglich rund 300 Waggons Verpflegung, sodass kaum mehr etwas für den Abtransport in die Heimat übrig blieb. Demgemäß musste Außenminister Czernin in seinen Erinnerungen zugestehen, dass die „Requirierung von Lebensmitteln“ nicht sonderlich erfolgreich und nicht einmal für die im Lande stehenden Armeen ausreichend war. Vor allem die Vereinbarung, dass landwirtschaftliche Maschinen und Geräte, auch Textil-, Lederwaren und Papier in die Ukraine gebracht werden sollten, war nur schwer erfüllbar, mangelte es doch in der Donaumonarchie auch an diesen Gütern.

Deutsche und österreichisch-ungarischeTruppen stießen sukzessive in die Ukraine vor. Am 13. März stand man in Odessa. Damit war eine Verbindung zum Schwarzen Meer geschaffen. Nach der militärischen Besetzung herrschte Chaos: Bewaffnete Banden beinahe aller politischen Couleurs zogen marodierend durchs Land. Österreichische Einheiten rückten unbeirrt bis in das Donezbecken vor. – Eine zwischen dem Deutschen Reich und der Donaumonarchie festgelegte Vereinbarung hatte freilich festgehalten, dass die Truppen nur als „Assistenz“ bereitstehen sollten. Die Getreideaufbringung hätte durch den „Ukrainischen Nahrungsmittelrat“ und durch den „Ukrainischen Lebensmittelrat“ – also zivile Stellen – zu geschehen, was in der Realität nicht wirklich funktionierte.

Außenminister Czernin weist auf einen weiteren entscheidenden Missstand hin, der den „Brotfrieden“ letztlich beinahe zum völligen Scheitern brachte, nämlich bestens vernetzte Gaunereien: „Zum Schlusse sei noch darauf hingewiesen, dass die Einfuhrorganisationen vielfach durch einen sehr umfangreichen Schmuggelverkehr gestört wurden, der insbesondere von Galizien aus betrieben wurde. Da bei diesem Schmuggelverkehr die hohe ukrainische Ausfuhrabgabe erspart wurde, wurden die von der ukrainischen Regierung festgesetzten Höchstpreise immer wieder überboten. Übrigens sollte nicht unerwähnt bleiben, dass auch Deutschland einen nicht unbedeutenden, inoffiziell geförderten Schmuggel betrieb, der auf die offiziellen Einfuhrorganisationen ungünstig zurückwirkte und wieder die österreichischen Stellen veranlasste, ein Gleiches zu tun. Trotz aller Hindernisse hat der aufgestellte Apparat immerhin nicht unbeträchtliche Mengen an Lebensmitteln an die Vertragsstaaten, im Ganzen zirka 42.000 Waggons Lebensmittel, geliefert, wenn auch leider die eingeführten Mengen den ursprünglich gehegten Erwartungen absolut nicht entsprachen.“

Carl Freiherr von Bardolff, ehemals Chef der Militärkanzlei unter Erzherzog Franz Ferdinand und nachfolgend Kommandant der 60. Infanteriebrigade unter Kaiser Karl, beschreibt in seinen Erinnerungen ähnliche Vorkommnisse von Schmuggel im großen Stil. Eine diesbezügliche Unterredung mit Kaiser Karl in Reichenau hat Bardolff festgehalten: „Erst vor Kurzem hat Windisch-Graetz 90 Waggons Getreide für die 11. Armee unmittelbar an diese abschicken lassen. Die Sendung ist aber nicht ans Ziel gelangt. Sie muss unterwegs irgendwie verkommen sein. Alles Suchen sei bisher vergeblich gewesen.“ Bardolff ließ genau nachforschen, doch auch er blieb erfolglos.

Im Übrigen litt besonders die Artillerie, wie auch das gesamte Fuhrwesen, unter der infolge des Futtermangels absinkenden Zahl und der Schwäche der Pferde – allein schon ein Faktor, der die Operationsfähigkeit des Feldheeres erheblich einschränkte. Kurzum, die allgemeine Not drohte Hinterland wie Front zu lähmen.

Der königlich-ungarische Ernährungsminister Prinz Ludwig Windisch-Graetz, der am 4. August 1918 im Auftrag von Kaiser Karl nach Spa, ins Hauptquartier der Obersten Deutschen Heeresleitung, gesandt wurde, erinnert sich: „Die Verhandlungen im Hauptquartier gingen hart auf hart. General Ludendorff, der für Deutschland sprach(Anm.: Hindenburg war an der Front), wollte sich in längeren Kritiken über die Kampffähigkeit der österreichisch-ungarischen Monarchie ergehen, worauf ich erklärte, für derlei Fragen nicht zuständig zu sein. Ich hätte den Auftrag mitzuteilen, dass die materielle Situation des Hinterlandes meinen Kaiser in die Zwangslage gebracht habe, den Kampf einzustellen, falls keine sofortige Abhilfe aus den ukrainischen Lieferungen erfolge. Auch in diesem Falle, das müsse ich feststellen, würde die Monarchie in den ersten Tagen des November den Kampf einstellen, da auch die Versorgung mit den kriegswichtigen Nahrungsmitteln und Rohstoffen, wie Eisen, Kohle und Benzin, nicht mehr ausreiche. Die Türkei und Bulgarien gaben ähnliche Erklärungen ab, worauf die Sitzung vertagt wurde.“

Der Frieden im Osten konnte für die Mittelmächte das Problem des Überlebens demnach nicht wirklich lösen. Der „Brotfrieden“ mit der Ukraine, weiters der Friede von Bukarest und jener mit Russland in Brest-Litowsk am 3. März 1918 ließen sich auf die Tatsache reduzieren, dass zwar die Front dadurch wesentlich verkürzt worden war, aber Frieden dennoch nicht herrschte und der „Abschub“ von Nahrungsmitteln in das Deutsche Reich und in die Donaumonarchie nicht längerfristig funktionierte. Das lag am passiven Widerstand der ukrainischen Regierung, an der Organisationsschwäche der Achsenmächte und am grassierenden Schmuggelunwesen, das nicht eingedämmt werden konnte. Folgt man den Erklärungen von Ludwig Windisch-Graetz gegenüber Ludendorff im August 1918, so ist festzuhalten, dass der Hunger zum effizientesten Verbündeten der Alliierten geworden war. ■

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2013)

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