Es war ein fröhlicher Ort

Immer noch sind rund 150.000 Menschen aus der Stadt evakuiert, die vielen „freiwillig“ weggezogenen sind gar nicht erst statistisch erfasst. Eine Reise durch Fukushima: Begegnungen mit Menschen, die nicht nur ihre Lebensorte, sondern auch ihre Hoffnung verloren haben.

Am Tag meiner Ankunft in Tokio fegt ein gelblicher Sandsturm über die Stadt. Der Himmel hat sich in den Hochhäusern verfangen. Tokio in Pastell. Die Menschen tragen Masken und eilen gesenkten Kopfes dahin. Es ist beinahe finster, mitten am Nachmittag. Eine Staubschicht senkt sich auf die Blätter der Bäume und Sträucher und auf die Steinfiguren im japanischen Garten des Hotels. Niesreiz. Der Sand kommt aus China, und er ist vermischt mit winzigen Partikeln in Bakteriengröße, die bis in die Lungenbläschen gelangen können: Feinstaub PM 2,5. PM 2,5 wird in den nächsten Wochen das mediale Thema im Land sein.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.11.2013)

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